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Auch Akoholiker waren Opfer des Nationalsozialismus

Gestern während der Tagesschau ging es mir so durch den Kopf, als ich die Bilder der Gedenkfeier in Berlin sah – zum 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz – bei der in diesem Jahr das ‚unlebenswerte Leben‘ Thema … Weiterlesen

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Auch Akoholiker waren Opfer des Nationalsozialismus

Gestern während der Tagesschau ging es mir so durch den Kopf, als ich die Bilder der Gedenkfeier in Berlin sah – zum 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz – bei der in diesem Jahr das ‚unlebenswerte Leben‘ Thema war.Blick vom Frauen-KZ Ravensbrück auf den Schwedtsee / Fürstenberg’Unlebenswertes Leben‘ waren im Nazi-Jargon „sogenannte Erb- und Geisteskranke, Behinderte und sozial oder rassisch Unerwünschte“. Also nicht ’nur Juden und Zigeuner‘, auch sozial schwache, kinderreiche Familien, uneheliche Mütter, chronisch Kranke, psychisch als ‚labil‘ geltende Menschen, Alkoholiker und viele andere galten als asozial, waren damit unerwünscht und wurden der „Vernichtung durch Arbeit“ zugeführt. (Hier mal die Wikipedia dazu Asoziale im Nationalsozialismus)Die Konzentrationslager waren nur die letzte Station, sogenannte „Asoziale“ waren auch gesellschaftlich geächtet, wurden für medizinische Experimente missbraucht und kamen nach Meinung der ’stramm-deutschen‘ Bevölkerung völlig ‚zu Recht‘ ins Lager. *Warum schreibe ich das jetzt?- Zum einen, weil ich familiär betroffen bin:Der Vater meiner Mutter hatte Diabetes, also eine unheilbare Erbkrankeit (damit galt in der Nazi-Zeit die komplette Familie als asozial), er wurde während einer Behandlung im Krankenhaus von den Nazis gestorben.- Zum anderen, weil auch ich selbst in der Nazi-Zeit als Asoziale eingestuft worden wäre:Als Alkoholikerin sowieso, egal ob trocken oder nicht – und vermutlich auch aus anderen Gründen. Ich habe dem Staat weder Kanonenfutter noch Rüstungsfabrikarbeiterin geboren, und obendrein bin ich schrecklich eigensinnig und vermutlich noch ‚Schlimmeres‘.Das alte, faschistoide Denken sitzt bis heute fest in den Köpfen vieler Menschen. Zum Glück nicht in allen. Trotzdem: Vielen ist es gar nicht bewusst, die Verachtung giftet unterschwellig.Alkoholismus ist in Deutschland seit 1968 eine anerkannte Krankheit. Die WHO war früher schon so weit (1952) aber in Deutschland können wir das 50-jährige „Jubiläum“ der Alkoholkrankheit erst nächstes Jahr feiern.Diese ’nüchternen‘ Zahlen haben auch mit mir zu tun. Als ich als kleines Mädchen anfing, Alkohol zu trinken, war ich (nach alter Nazi-Definition) noch ‚asozial‘. Das hat bloß keiner gemerkt. Als 6-jährige galt ich – von den Erwachsenen liebevoll „kleine Schnapsdrossel“ genannt – dann als ‚krank‘. Das hat bloß auch keiner gemerkt.Ich trank weiter bis 1999, und irgendwie wollte es immer noch keiner so recht merken. Wer hat schon gerne eine ‚asoziale‘ in der Familie? Oder gar im Freundes- oder KollegInnen-Kreis?Auch ich selbst wollte es lange Jahre nicht so recht wahr haben, obwohl ich schon ziemlich genau wusste … aber ‚asozial‘ war ich doch nicht. Ach nein. Ich habe es versteckt und weiter getrunken. Lange Jahre erfolglos versucht, mir den SektWeinGrappaMetaxa alleine abzugewöhnen.Das finde ich schlimm: Dieses alte Denken trug schon damals und trägt noch heute dazu bei, die Krankheit zu vertuschen, sich nicht rechtzeitig Hilfe zu holen, sich mehr zu schämen und mehr Angst vor einer Behandlung zu haben als notwendig ist.Als ich endlich aufhörte, habe ich mich in Grund und Boden geschämt. Nur ganz wenigen Eingeweihten habe ich anfangs davon erzählt. Als Noch-Trinkende hatte ich mich nicht so sehr geschämt. Trinken war (ist?) anerkannter als Nichttrinken. Auch wenn viele eine gegenteilige Meinung beteuern.Trinkend habe ich ‚bestens‘ funktioniert. Der Alkohol hat mir geholfen, die Welt auszuhalten. Heute ‚funktioniere‘ ich nicht mehr so reibungslos: Nüchtern kenne ich mich und meine Grenzen besser und achte auf deren Einhaltung.Das ist für andere bisweilen unbequem.Nach rund zwei Jahren stabiler Abstinenz ging ich mit meiner – stillgelegten – Alkoholsucht sehr offen um. Beruflich habe ich mir damit keinen Gefallen getan. Mit der Härte der Reaktionen hatte ich nicht gerechnet.Selbst heute, nach 17 Jahren ohne Alkohol erlebe ich immer wieder angewiderte Blicke, mir wird nicht mehr getraut und nichts mehr zugetraut.Es ist längst nicht alles gut in meinem Leben, bloß weil ich keinen Alkohol mehr trinke. Ich stehe zu meiner Entscheidung von damals. Sie bleibt die Grundlage dafür, dass mein Leben besser werden kann.+++ cut +++Das waren so meine Gedankengänge, zum Gedenktag.Mit Entsetzen stelle ich fest, dass ich diese alte Meinung, als Alkoholikerin eine unlebenswerte Asoziale zu sein, tief in mir drin auch über mich selbst habe. Immer noch. Sie wurde mir früh in der Kindheit eingepflanzt.Wie unendlich schwer es doch ist, sich von den alten internalisierten Botschaften zu lösen. Seit so vielen Jahren beschäftige ich mich schon damit.Gleichzeitig trauere ich um die von den Nazis ermordeten Mitglieder meiner Familie. Und ich trauere auch um mich, die in diesen Augenblicken wieder zum kleinen Mädchen wird, zum Kriegsenkelkind, das die Nazi-Traumata der Eltern ungefiltert und unverarbeitet erzählt bekam, sich nicht dagegen wehren konnte:Bis heute habe ich nicht nur vor ÄrztInnen und in Krankenhäusern, sondern auch in allen deutschen Amtsstuben eine riesige Angst, dass die mir nicht Gutes, sondern Böses wollen.* Exkursim vergangenen Jahr habe ich das Frauen-KZ Ravensbrück besucht, auf der anderen Seite des idyllischen Sees beim Luftkurort Fürstenberg an der Havel gelegen – knappe 100 km nördlich von Berlin. Es war mein ‚erstes‘ Konzentrationslager, ich war unendlich erschüttert danach. Die Ausstellung ist mit großem Wissen und akribischer, lebendiger und doch dem Sterben so erschreckend naher Detailtreue aufgebaut und angelegt. Eine persönliche Führung ist unbedingt zu empfehlen, zum Beispiel aus feministischer Sicht mit der wunderbaren Dipl. pol. Angelika Meyer. Frau Meyer berichtete uns, dass die Einwohner Fürstenbergs sehr wohl mitbekamen, was für Öfen da rauchten jenseits des malerisch gelegenen Schwedtsees; dass das nicht der Duft frisch gebackener Brote aus der angeblichen Bäckerei war,  der da herüberwehte; und dass Kurgäste aus Berlin sich beschwerten über den Anblick der „asozialen, ausgemergelten Gestalten“ auf dem Weg am Seeufer entlang in die Zwangsarbeitsfabrik von Siemens, während sie doch auf der Kurhausterrasse ihre Cocktails lieber ohne solche Hässlichkeiten genießen wollten. Man hat dann einen Zaun aus Schilfrohr vor dem Lager aufgestellt, hinter dem die Zwangsarbeiterinnen sich entlang schleppten. Der Zaun hat der Illusion von Idylle nicht so sehr geschadet.Einen sehr anschaulichen Augenzeugenbericht über ihre Zeit in Ravensbrück bis zur Befreiung des Lagers am 5. Mai 1945 hat die spanische Widerstandskämpferin Neus Catalá 1995 für die EMMA verfasst. Dazu klick bitte hier entlang.——–
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Eine kleine Anregung: Das Fotobuch

Hey ihr Lieben, Jeder kennt das ja. Da kommt man aus dem Urlaub und im Gepäck sind nicht nur Souvenirs, sondern auch tausende von Erinnerungen. Oder ihr hattet ein schönes Pärchen- oder Familienshooting und die ganzen schönen Erinnerungen kommen digital … Weiterlesen

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Vaters Tod

Der Vater starb im November, am Volkstrauertag. Das war seine Art von Humor. Drunter hätte er es nicht getan. Die Benachrichtigungs-Mail an mich am Tag darauf war kürzer als ein Tweet: Betreff: Zur InfoHallo mo jour, gestern ist der Vater … Weiterlesen

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Vaters Tod

Der Vater starb im November, am Volkstrauertag. Das war seine Art von Humor. Drunter hätte er es nicht getan.Die Benachrichtigungs-Mail an mich am Tag darauf war kürzer als ein Tweet:Betreff: Zur InfoHallo mo jour, gestern ist der Vater gestorben. Ich weiß nicht, ob Du’s wissen willst. SchwesterKurz und knapp. Kein wann, kein wo, kein wie. So ist das halt in unserer kranken, kaputten Familie.Woran war er gestorben? War er krank gewesen? Hatte er lange leiden müssen? Warum hatten sie mich nicht vorher informiert, dass es zu Ende ging? Hatte er mich denn wirklich gar nicht mehr sehen wollen?Mit der Schwester habe ich seit mehr als zehn Jahren keinen Kontakt, den Vater seit mehr als vier Jahren nicht gesehen. Auf meinen letzten Brief hatte er nie reagiert. Nun war er tot. Natürlich wollte ich das wissen.Die Nachricht erreichte mich am anderen Ende des Kontinents, mein erster Urlaub seit Jahren, vierzehn unbeschwerte, sonnig warme Tage am südöstlichen Mittelmeer in der Türkei hatten es werden sollen.Gedenkstein für den VaterIch war eher genervt als überrascht. Menschen sterben nun mal irgendwann. Der Vater war 83 Jahre alt geworden. Ein gesegnetes Alter. Nun hatte er den Planeten verlassen. Aber musste das ausgerechnet jetzt sein? Das war nicht der erste Urlaub, den er mir verdorben hatte, jetzt auch noch einen im Abgang.Die Sonne schien unverändert. Das Meer war unverändert blau. Mein Urlaub … ging einfach weiter. Meine Trauer um den alten Mann war nicht sonderlich groß. Ich hatte ihn nie gemocht. Als Kind hatte ich Angst vor ihm, vor seiner mich überfordernden Gleichgültigkeit, vor seiner schmerzhaft sarkastischen Ironie. Er wollte niemals wissen, wer ich wirklich war oder geworden bin, sondern hat mich – wie auch die Mutter – immer nur abgeglichen mit seiner Schablone von der bestmöglichen Idealtochter. Schließlich war ich ein „Wunschkind“ – also hatte ich dem Wunschbild gefälligst zu entsprechen. Leider war ich niemals gut genug.Ich rächte mich auf meine Weise: Wenn ich ihm als Tochter nicht gut genug war, dann war eben auch er als Vater für mich ungenügend. Ich verwandelte meine Angst vor ihm in widerwilligen Ekel, später in Hass. In meinen Augen war er ein furzender Fettsack, übergriffig und peinlich. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn als „gute Tochter“ hätte ich ihn ja lieben können müssen. Es ging nicht. Im Fach „Vaterliebe“ versagte ich kläglich. Dabei waren wir uns wohl ziemlich ähnlich. Man hatte mich schon als kleines Mädchen zur „Vatertochter“ erklärt. Jedes Mal, wenn die Mutter das zu mir sagte, hasste ich den Vater noch ein Stück mehr. Er war Schuld, dass ich keine Mutter hatte. Denn aufgrund meiner – zunächst äußerlich erkennbaren – Ähnlichkeit mit dem Vater schien sie sich für mich nicht mehr zuständig zu fühlen, wandte sich lieber der jüngeren Schwester zu, die mehr ‚ihr Ebenbild‘ war.Meine Ähnlichkeit zum Vater war nicht nur äußerlich. Vermutlich habe ich seinen Genen nicht nur mein blitzgescheites Hochleistungshirn zu verdanken, sondern auch sämtliche „autistischen“ Züge, diese entsetzliche Empfindsamkeit, das lästig schnelle Verletzt- und Gekränktsein. Wir haben nie darüber gesprochen. Damals wusste ich das noch nicht, und der Vater hatte vermutlich selbst keine Ahnung, was er da an der Backe und mir vererbt hatte.Er war Kriegskind und Kriegsenkel, beides zugleich. Auch was es damit auf sich hat, lernte ich selbst erst vor kurzem. Seine Stukas zerbomben meine Alpträume bis heute. Wir haben die ersten achtzehn Jahre meines Lebens in derselben Wohnung verbracht, aber wir kannten uns nicht.Als mich die Nachricht von seinem Tod erreicht, im Urlaub am Meer, nach dem Abendessen, bin ich dennoch sehr traurig und verwirrt.Die Tränen rinnen mir pausenlos übers Gesicht. Dabei trauere ich gar nicht so sehr um den Vater – er war ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr in meinem Leben. Ich trauere bis heute über die verpasste Gelegenheit: Endgültig die Chance vertan, vielleicht doch noch einmal einen Menschen in meinem Leben zu haben, der die Bezeichnung „Vater“ auch nur ansatzweise verdient hätte. Endgültig nun die Gewissheit, dass das niemals gut werden wird mit uns. Dabei hatte ich es so oft versucht und mir immer wieder aufs neue Mühe gegeben. Vergeblich. Er wohl auch, vermutlich, auf seine unbeholfene Art. Ebenso vergeblich. Wir fanden nicht zueinander.Ich trauere um mich, um das nicht gesehene Mädchen, das sich immer und immer im Leben so verlassen, so hoffnungslos verloren fühlt, ein emotionales Waisenkind von Anfang an. Selbst jetzt noch, mit halbe Hundert plus – und keine Rettung in Sicht.Es kam nicht in Frage, dass ich meinen Urlaub abbrach. Jetzt war sowieso nichts mehr zu retten. Aber eine Abschiedszeremonie musste her, irgendwie musste ich meinen Schmerz verknuspern, wenn ich die restlichen Tage meiner Reise noch ansatzweise genießen und Kraft für meinen deutsch-anstrengenden Alltag sammeln wollte.Also machte ich eine Pilgerfahrt mit dem Bus nach Side zum großen Heiligtum, zum Tempel des Apollon, Gott der Heilung und des Lichts. Einen kreisrunden Kieselstein hatte ich gefunden, ganz gleichmäßig und von schönem Silbergrau: handtellergroß wie ein Hamburger, porös war er wie ein Bims und fühlte sich ganz weich an.Ich wusste, dass auch der Vater in der antiken Hafenstadt gewesen war, den Tempel kannte und den Ort direkt am Wasser mit der schönen Aussicht ins grenzenlose Blau sicher gemocht hatte. Ein guter Platz in meinen Augen, an dem ich all meinen Schmerz lassen und loslassen konnte: Der löcherige Gedankenstein würde all meine Tränen aufsaugen wie ein Schwamm, ganz egal wo ich war, von woher auch immer ich ihm meinen Kummer sandte.Den Vaterstein legte ich – geschmückt mit einem ‚blauen Auge‘ gegen den bösen Blick und einem roten Bougainvilleenzweig – Apollon zu Füßen auf eine der Portalsäulen.Dort ließ ich meinen Vaterschmerz, dorthin denke ich ihn bis heute, wenn mir die Tränen wieder einmal hochkommen.Gleich neben Apollon stand der größere Temple für Athene. Zu der ging ich hinüber nach meiner kleinen Abschiedszeremonie, brachte ihr eine duftende Rose – und wir palaverten von Frau zu Frau wie das so ist, mit den Vätern, dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.Zur Stärkung der Mitte gab es frischen Pflaumenkuchen mit Buttercreme im Kaffeehaus am Fluss.Es war sehr still, sehr friedlich und sehr gelassen in mir, als ich mich erschöpft auf den Rückweg machte.Das war bei weitem nicht meine erste Schattenarbeit, und ich bin noch lange nicht fertig.——–
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FamilyCheck App verspricht nie wieder Langeweile

So langsam aber sicher gehen in allen Bundesländern die Ferien zu Ende. Bei der Frage was danach kommt könnte eine neue App helfen. Tristesse und Schulalltag? Das muß nicht sein – denn auch zu Hause gibt es jede Menge zu… … Weiterlesen

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Glauben

Anscheinend kommt gegenwärtig keine Nachrichtensendung ohne einen Beitrag über radikale Religionsfanatiker und deren Tun und Handeln aus. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in irgendeiner medialen Form mit Religionsanhängern und natürlich auch mit deren Gegnern konfrontiert werde. Ich … Weiterlesen

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Glauben

Anscheinend kommt gegenwärtig keine Nachrichtensendung ohne einen Beitrag über radikale Religionsfanatiker und deren Tun und Handeln aus. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in irgendeiner medialen Form mit Religionsanhängern und natürlich auch mit deren Gegnern konfrontiert werde.Ich glaube es ist an der Zeit, sich einmal mehr mit dem Thema Glauben zu beschäftigen. Schon lange denke ich über Sinn und Unsinn nach. Was ist der Glaube? Und was bedeutet es, an etwas zu glauben? Und vor allem, warum können Gläubige und Nichtgläubige nicht miteinander oder zumindest nebeneinander existieren. Wie viel ist ein Glaube wert, wenn er sich nicht um das Leben anderer schert?Gleich vorweg, ich bin nicht religiös veranlagt. Glaube demnach nicht an Gott oder göttliche Fügungen. Dementsprechend fällt es mir schwer, auch nur ansatzweise nachzuvollziehen, was Menschen bewegt, im Namen ihrer Religion Dinge zu tun, die Andersdenkende und natürlich Andersgläubige verletzen oder gar umbringen können.Ich habe viel darüber nachgegrübelt, warum ich eigentlich nicht an einen Gott glaube. Und ob ich überhaupt an etwas glaube. Das wird zum Einem an meiner Erziehung liegen. Meine Eltern und auch meine Großeltern sind und waren niemals religiös. Dessen bin ich mir jedenfalls recht sicher. Außerdem bin ich gegenüber “göttlichen Wundern” viel zu skeptisch beziehungsweise pragmatisch eingestellt, als dass ich Dinge, die mir nicht einleuchten, mit göttlichen Instanzen erklären würde.Und trotzdem glaube ich. An die Familie zum Beispiel. Der Begriff “Familie” beschreibt bei mir weit mehr als nur die Summe aller Blutsverwandten und angeheirateten Parteien. Natürlich sagt die Familie auch etwas darüber aus “Woher ich komme” und “Wohin es mich bringen wird”. Aber darüber hinaus zähle ich alle meine Freunde zu meiner Familie. Ich glaube an meine Freunde. Und für gute Freunde würde ich weit gehen. Wie weit? So weit es mir menschlich möglich ist!Woran glaube ich noch? An die Musik. So, wie ich mir ein Leben ohne Familie nicht vorstellen kann, so ist es ohne Musik nicht lebenswert. Auch wenn ich die Tatsache bedaure, kein einziges Musikinstrument spielen zu können, so gibt mir doch die Musik in ihren vielfältigen Formen Halt und Kraft. Musik lässt mich intensiv Spüren, Fühlen, Emotionen ausdrücken. Für die Musik bringe ich Opfer. Gebe Geld für Tickets oder Tonträger aus. Bewundere, ach was, ich vergöttere ihre Macher. Musiker sind die Genies der Gegenwart und der Vergangenheit. Musiker sind meine Götter. Ich habe viele Götter, die alle nebeneinander und miteinander existieren.Warum können die Religionen, ob nun Christentum, Islam, Hinduismus, Judentum, Buddhismus und alle anderen Glaubensrichtungen nicht gemeinsam oder zumindest mit gegenseitiger Akzeptanz nebeneinander existieren oder gar koexistieren? Warum muss die jeweils eigene Religion, die einzig wahre sein? Neben meiner Familie gibt es unsagbar viele andere Familien, gegen die ich keinen Groll hege und mit denen ich wunderbar leben könnte. Hier und da wird eine dieser Familien dann auch wieder die meine verstärken. Vorausgesetzt, man lässt es einfach geschehen. Lässt niemanden außen vor. Weiterlesen

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“Gnomeo und Julia” und “Cars 2″ – Demnächst bei Watchever

Ihr denkt, Animationsfilme sind nur etwas für Kinder? Nein! Animationsfilme sind für die ganze Familie, also auch für Erwachsene! Und zwei besonders gute Beispiele findet ihr demnächst bei Watchever. Mit “Gnomeo und Julia” und “Cars 2” bringt ihr nicht nur Kinderaugen zum Leuchten, sondern werdet auch selbst viel Spaß beim Gucken haben – Versprochen! Die […]
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Tourismusbranche beschließt 2014 mit Besucherrekord

Der Nordosten ist und bleibt laut der Reiseanalyse 2014 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen das beliebteste innerdeutsche Reiseziel deutscher Familien. Jeder vierte Gast in Mecklenburg-Vorpommern ist 2013 mit seiner Familie angereist. Mit acht Prozent aller Familienurlaubsreisen (1,1 Millionen) ab fünf … Weiterlesen

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Nackte Angst

Letzte Nacht hat mich ein Traum aus dem Schlaf gerissen. Noch viele Stunden später beschäftigte er mich. Jeder weiß, dass Träume nicht immer gleich strukturiert oder auf ein und derselben Zeitachse ablaufen müssen. Das Gehirn verarbeitet im Schlaf Unmengen an … Weiterlesen

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Nackte Angst

Letzte Nacht hat mich ein Traum aus dem Schlaf gerissen. Noch viele Stunden später beschäftigte er mich. Jeder weiß, dass Träume nicht immer gleich strukturiert oder auf ein und derselben Zeitachse ablaufen müssen. Das Gehirn verarbeitet im Schlaf Unmengen an Informationen. Lässt Protagonisten, Örtlichkeiten, Emotionen schlagartig wandeln und dadurch keine Möglichkeit ein klares Bild des Traumes wiederzugeben. Aber letzte Nacht … der Traum war so erschreckend real, wie eine Erinnerung, die nicht verblassen will oder nicht kann.Der Traum handelte von meiner Familie und von meinen Freunden. Unter freiem Himmel an einem See saßen wir alle beisammen. Wir feierten irgendetwas. Hatten Spaß. Lachten. Aßen. Die Kinder tobten und tanzten um uns herum. Bunte Farben überall. Und plötzlich hielten alle schlagartig inne. Angst, Entsetzen, Fragen, Ungläubigkeit – all das lass ich in Ihren Gesichtern. Ich war Ihnen zugewandt und stellte fest, dass sie alle durch mich hindurch und an mir vorbei auf den Horizont starrten. Ich drehte mich also um und sah dieses gleißende Licht. War völlig geblendet. Es brannte in meinen Augen. Mit der Hand vor dem Gesicht versuchte ich durch dieses Licht hindurch zu sehen. Vergebens. Und so schnell wie dieses Licht am Horizont auftauchte, verschwand es auch wieder. Totale Stille. Vom Licht geblendet tastete ich nach der Hand meiner Frau, die neben mir saß. Sie wiederum zog unsere Tochter zwischen uns. Ich sah meiner Frau ins Gesicht und sah diese Angst. Diese nackte Angst.Und im nächsten Augenblick kam eine schwarze Welle, schwarze Wolke … nein eine schwarze Wand auf uns zugerast. Alles schwarz. Schwarz.Hochgeschossen, lag ich auf einem Arm aufgestützt in meinem Bett. Mein Herz hämmerte mir in der Brust. Ein Traum. „Das war nur ein Traum“ wurde mir klar. Meine Frau schlief tief und fest neben mir. Ich rappelte mich auf und verschwand in der Küche. Ein Glas Wasser sollte für Erfrischung und klare Gedanken sorgen. Mein Blick fiel auf die Uhr an der Mikrowelle. Es war 04:36 Uhr. Mitten in der Nacht.Auf dem Weg zurück zum Schlafzimmer blieb ich vor dem Zimmer meiner Tochter stehen. Lauschte. Öffnete sacht die Tür und sah sie im fahlen Schein des Mondlichts liegen. Ich ging zu ihr ans Bett und zog ihr die Bettdecke hoch. Sie sah so unschuldig aus, wie sie da lag mit ihrem Lieblingskuscheltier im Arm. Keine Ahnung, wie lange ich da noch an ihrem Bett stand. Mir war mehr als nur bewusst, wovon ich nur Minuten zuvor träumte.Ich hoffe, dass dieser Moment nie kommen wird und auch meine Tochter und meine Enkel und deren Kinder und Enkel dieses Ende niemals sehen werden.Zurück in meinem Bett spukten mir diese Gedanken noch lange durch den Kopf. Schlussendlich entließ mich ein einziger Wunsch zurück in meinen Schlaf. Falls irgendwann dieser unsagbare Moment kommen sollte, der alles beendet und alles was es gibt mit sich nimmt, dann möchte ich bei meiner Familie sein. Ich möchte dann nicht alleine sein. Die Angst vor dem Alleinsein überwiegt so viel mehr als die Angst vor dem Ende.Ist das normal? Weiterlesen

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Laiendarsteller erarbeiten am Rostocker Volkstheater ein Stück zum Thema Reproduktion

Beim andauernden Streit um die Ausstattung des Rostocker Volkstheaters geht es vorrangig ums Geld. Darunter mischen sich jedoch auch Stimmen, die danach fragen, für wen es überhaupt da sein soll. Na, fürs Volk, das steckt doch schon im Namen. Neben … Weiterlesen

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Reiterparadies Mecklenburg-Vorpommern

Die weite Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein wahres Paradies für Gäste, die sie auf dem Rücken der Pferde entdecken möchten. Neben einem ausgedehnten Wegenetz von knapp 6.500 Kilometern Reit- und Fahrwegen erwarten Pferde und Reiter etwa 300 Reiterhöfe und 250 Vereine, … Weiterlesen

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Der Spatenstich für die Rund-um-die-Uhr-Betreuungseinrichtung in Reutershagen ist erfolgt – die Eröffnung der Kita ist für September 2015 geplant

Es sei wirklich nicht schlimm, sollen Kinder der Schweriner 24-Stunden-Kita Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) erzählt haben, berichtet sie heute in Rostock von ihrer anfänglichen Skepsis, Kleinkinder über Nacht weggeben zu müssen. Manchmal ist es jedoch in der modernen Arbeitswelt nicht … Weiterlesen

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Müritz Fischtage – Von A wie Aal bis Z wie Zander

Müritzer Zanderfilet, Barsch und Miesmuscheln im Krebsfond, Welshofpaella: Vom 27. September bis zum 12. Oktober 2014 finden die 8. Müritz Fischtage statt. Bei der großen Eröffnung mit dem traditionellen Plauer Fischzug finden sich Fischer, Köche und Musiker zum Festmarsch zusammen. … Weiterlesen

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„Alle Tage Wissenschaft“ auf der Hanse Sail

Forscher hautnah, Wissenschaft zum Anfassen, unterhaltsame Experimente: Wie enorm vielfältig und fesselnd das Spektrum der Rostocker Forschung ist, deckt alljährlich die „Science@Sail“ auf. Die zweitägige Wissenschaftsschau findet wie in den Vorjahren parallel zum Großseglertreffen Hanse Sail statt. Ihr diesjähriges Motto: … Weiterlesen

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31. Rhododendronparkfest in Graal-Müritz

In diesem Jahr  feiern wir vom 31. Mai bis 01. Juni 2014 mit Ihnen rund um den Rhododendronpark im Ostseebad Graal-Müritz ein Fest mit vielen Aktionen zum Zuschauen und Mitmachen. Die Graal-Müritzer Gastronomen verwöhnen Sie mit kulinarischen Leckereien. Die einzigartige Kulisse des Parks erwartet … Weiterlesen

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2 Monate Amazon Prime Instant Video – Zwangsabo oder VoD Segen?

Am 26.02.2014 startete offiziell der “neue” Amazon VoD Service “Prime Instant Video”. Bis dato bot Amazon Filme und Serien unter dem Namen “Lovefilm” zum Streaming und zum Post-Verleih an. Seit nun knapp 2 Monaten nennt sich der Service “Amazon (Prime) … Weiterlesen

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Lesetipp: “Couchmonauten.de” – News, Infos und Fakten aus den Weiten der VoD Galaxien

Ich möchte an dieser Stelle ein neues Projekt vorstellen, dass sich mit den drei “großen” deutschsprachigen VoD-Anbietern – Maxdome, Watchever und Amazon Instant Video – beschäftigt. Bei couchmonauten.de gibt es neben Programmtipps und Pressemeldungen auch Bewertungen über gesehene Filme und … Weiterlesen

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