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Schlagwort-Archiv: Christentum
Glauben
Anscheinend kommt gegenwärtig keine Nachrichtensendung ohne einen Beitrag über radikale Religionsfanatiker und deren Tun und Handeln aus. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in irgendeiner medialen Form mit Religionsanhängern und natürlich auch mit deren Gegnern konfrontiert werde. Ich … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Buddhismus, Christentum, Familie, Glaube, Glauben, Gott, Hinduismus, Islam, Judentum, Musik, Religion
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Glauben
Anscheinend kommt gegenwärtig keine Nachrichtensendung ohne einen Beitrag über radikale Religionsfanatiker und deren Tun und Handeln aus. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in irgendeiner medialen Form mit Religionsanhängern und natürlich auch mit deren Gegnern konfrontiert werde.Ich glaube es ist an der Zeit, sich einmal mehr mit dem Thema Glauben zu beschäftigen. Schon lange denke ich über Sinn und Unsinn nach. Was ist der Glaube? Und was bedeutet es, an etwas zu glauben? Und vor allem, warum können Gläubige und Nichtgläubige nicht miteinander oder zumindest nebeneinander existieren. Wie viel ist ein Glaube wert, wenn er sich nicht um das Leben anderer schert?Gleich vorweg, ich bin nicht religiös veranlagt. Glaube demnach nicht an Gott oder göttliche Fügungen. Dementsprechend fällt es mir schwer, auch nur ansatzweise nachzuvollziehen, was Menschen bewegt, im Namen ihrer Religion Dinge zu tun, die Andersdenkende und natürlich Andersgläubige verletzen oder gar umbringen können.Ich habe viel darüber nachgegrübelt, warum ich eigentlich nicht an einen Gott glaube. Und ob ich überhaupt an etwas glaube. Das wird zum Einem an meiner Erziehung liegen. Meine Eltern und auch meine Großeltern sind und waren niemals religiös. Dessen bin ich mir jedenfalls recht sicher. Außerdem bin ich gegenüber “göttlichen Wundern” viel zu skeptisch beziehungsweise pragmatisch eingestellt, als dass ich Dinge, die mir nicht einleuchten, mit göttlichen Instanzen erklären würde.Und trotzdem glaube ich. An die Familie zum Beispiel. Der Begriff “Familie” beschreibt bei mir weit mehr als nur die Summe aller Blutsverwandten und angeheirateten Parteien. Natürlich sagt die Familie auch etwas darüber aus “Woher ich komme” und “Wohin es mich bringen wird”. Aber darüber hinaus zähle ich alle meine Freunde zu meiner Familie. Ich glaube an meine Freunde. Und für gute Freunde würde ich weit gehen. Wie weit? So weit es mir menschlich möglich ist!Woran glaube ich noch? An die Musik. So, wie ich mir ein Leben ohne Familie nicht vorstellen kann, so ist es ohne Musik nicht lebenswert. Auch wenn ich die Tatsache bedaure, kein einziges Musikinstrument spielen zu können, so gibt mir doch die Musik in ihren vielfältigen Formen Halt und Kraft. Musik lässt mich intensiv Spüren, Fühlen, Emotionen ausdrücken. Für die Musik bringe ich Opfer. Gebe Geld für Tickets oder Tonträger aus. Bewundere, ach was, ich vergöttere ihre Macher. Musiker sind die Genies der Gegenwart und der Vergangenheit. Musiker sind meine Götter. Ich habe viele Götter, die alle nebeneinander und miteinander existieren.Warum können die Religionen, ob nun Christentum, Islam, Hinduismus, Judentum, Buddhismus und alle anderen Glaubensrichtungen nicht gemeinsam oder zumindest mit gegenseitiger Akzeptanz nebeneinander existieren oder gar koexistieren? Warum muss die jeweils eigene Religion, die einzig wahre sein? Neben meiner Familie gibt es unsagbar viele andere Familien, gegen die ich keinen Groll hege und mit denen ich wunderbar leben könnte. Hier und da wird eine dieser Familien dann auch wieder die meine verstärken. Vorausgesetzt, man lässt es einfach geschehen. Lässt niemanden außen vor. Weiterlesen
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