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Schlagwort-Archiv: Sport
Golfplatztest: Golfplatz Schloss Ranzow nach Erweiterung mit 18 Loch bespielbar
Seit dem 1. Juli ist die Erweiterung des Golfplatzes von Schloss Ranzow auf 18 Loch zum Spiel freigegeben. Der Kurs im Nordosten von Rügen, oberhalb von Lohme, hat nun ein Par von 71 bei 5.397 Metern von Gelb und 4.584 Metern von Rot. Golfen M-V hat sich „den Neuen“ genauer angeschaut. Zwei Dinge fallen oben auf der Ranzower Höhe direkt auf: Die neue zweite Schleife des Schlossplatzes ist ebenso harmonisch ins Gelände eingebettet wie die …
Veröffentlicht unter Rostock
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33. Fünf-Seen-Lauf in Schwerin am 01.07.2017
Link zur Bildergalerie Meinen ersten Fünf-Seen-Lauf hatte ich im Jahr 2009 absolviert und danach sollte es jedes Jahr ein neuer Start werden. Die Begeisterung für diesen Lauf hatte mich gepackt! Und es war immer abwechslungsreich, nicht nur hinsichtlich der extremen Wetterkapriolen. Man wusste zum Zeitpunkt der Anmeldung nie, was einen wettertechnisch erwarten würde. Insbesondere die […] Weiterlesen
33. Fünf-Seen-Lauf in Schwerin am 01.07.2017
Meinen ersten Fünf-Seen-Lauf hatte ich im Jahr 2009 absolviert und danach sollte es jedes Jahr ein neuer Start werden. Die Begeisterung für diesen Lauf hatte mich gepackt! Und es war immer abwechslungsreich, nicht nur hinsichtlich der extremen Wetterkapriolen. Man wusste zum Zeitpunkt der Anmeldung nie, was einen wettertechnisch erwarten würde. Insbesondere die Hitzeschlachten sind legendär. […] Weiterlesen
Mit neuem Rekord gewann das Team „Speedsailing“ auf der „Ospa“ die Hanseboot-Regatta „Rund Bornholm“, das deutsche Team glänzte beim Laser Europa Cup
28 Stunden 34 Minuten und 30 Sekunden dauerte die Regatta für das Team speedsailing auf der OSPA bei der hanseboot Rund Bornholm Regatta. Damit lagen sie ganz genau 2 Minuten und 30 Sekunden unter dem Rekord der UCA im Jahr 2001. Die Freude war riesig und das gesamte Team erleichtert, nachdem man den Rekordversuch zwischenzeitlich […] Weiterlesen
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10. Mittsommernachtslauf in Krakow am See am 24.06.2017
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10. Mittsommernachtslauf in Krakow am See am 24.06.2017
Link zur Bildergalerie Als ich mich vor einer Woche zum Mittsommernachtslauf in Krakow am See anmelden wollte, stellte ich erschrocken fest, dass die Online-Anmeldung lediglich bis zum 11. Juni möglich war. Einen so frühen Meldeschluss hatte ich absolut nicht erwartet! Bei der Rostocker Marathonnacht beispielsweise ist die Online-Anmeldung bis acht Tage vor dem Lauf möglich, […] Weiterlesen
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Das gemischte Team der DRK-Wasserwacht Rostock sicherte sich den Titel des Deutschen Meisters beim 41. Bundeswettbewerb im Rettungsschwimmen
Am 24. Juni trafen sich 19 Teams der DRK-Wasserwacht aus ganz Deutschland im bayerischen Bad Tölz, um die Besten der Besten zu ermitteln. Das gemischte Team des Kreisverbandes Rostock sicherte sich den Titel des Deutschen Meisters. Teilnehmer aus ganz Deutschland traten vergangenen Samstag in fünf- bis sechsköpfigen Männer-, Frauen- und Mixed-Teams traten zum 41. Bundeswettbewerb […] Weiterlesen
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34. Ludwigsluster Schlossgartenlauf am 18.06.2017
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34. Ludwigsluster Schlossgartenlauf am 18.06.2017
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Mit neuen Trikots und einer fast komplett neuen Mannschaft startet der FC Hansa Rostock in die Saisonvorbereitung 2017/18
Nach drei Wochen Pause rollt der Ball wieder bei der ersten Mannschaft des FC Hansa Rostock. Eine fast komplett frische Mannschaft, die der neue Chef-Trainer und der Vorstand in den letzten Wochen zusammengestellt hatten, lief heute zum Auftakttraining im Ostseestadion auf. Vergleichsweise wenig Spieler aus dem alten Kader werden auch in der kommenden Saison das […] Weiterlesen
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Traditionelles Hansa-Blau trifft Marine-Look: Hansa Rostock setzt bei den Trikots der Saison 2017/2018 neue Akzente in Design und Farbwahl – mit Sunmaker als neuem Hauptsponsor auf der Brust
Traditionelles Hansa-Blau trifft Marine-Look: Die Profimannschaft des F.C. Hansa Rostock präsentiert in der Saison 2017/2018 mit sunmaker nicht einen neuen Hauptsponsor auf der Brust, sondern setzt auch bei den Trikots neue Akzente im Design und bei der Farbwahl. Das offizielle Home-Trikot der Saison 2017/2018 von NIKE ist klassisch hansablau, die Raglan-Ärmel sorgen in marineblau für […] Weiterlesen
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115. Stundenlauf im Küstenwald am15.06.2017
Link zur Bildergalerie Der Stundenlauf im Küstenwald bei Wilhelmshöhe macht immer wieder Spaß: schöne abwechslungsreiche Laufstrecke im Küstenwald, teils entlang der Steilküste, und die Möglichkeit, anschließend ein erfrischendes Bad in der Ostsee zu nehmen. Das Wetter sah morgens gut aus und so packten wir auch sicherheitshalber die Badesachen für den Abend ein. Gegen 18 Uhr […] Weiterlesen
115. Stundenlauf im Küstenwald am15.06.2017
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41. OASE-Inselseelauf in Güstrow am 10.06.2017
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45. Gutsmuths-Rennsteiglauf – Mein erster Ultra!
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin tatsächlich am Samstag (20.5.2017) beim Rennsteiglauf meinen ersten Ultra gelaufen. Ok beim Buga-Lauf von Havelberg nach Brandenburg habe ich es auf 55 Km geschafft, aber das hier war ein richtiger Ultra. Ein Ultralauf mit allen Höhen und Tiefen. Und dann auch noch in den Thüringer Bergen. Bis kurz vor dem Start hab ich nicht gedacht, dass ich das schaffen kann. Die ganze Woche wartete ich auf Absolution von Micha, dass er sich die Idee aus dem Kopf schlägt. Mittwoch kam er vom Toten Meer zurück. Total entspannt, das blühende Leben. Er war dort 2 Wochen, quasi im Trainingslager. Er meinte wir nehmen einfach den Schwung vom London-Marathon Ende April mit. Die Kilometer hatten wir ja drin. Er konnte in den letzten 14 Tagen täglich 11 Km laufen. Bei mir sah das etwas anders aus. Wenn ich laufen wollte, musste ich das mit den Kindern irgendwie organisieren. Leider bekam ich noch eine Erkältung und zu allem Überdruss stürzte ich Montag eine Treppe hinunter. Sollten nicht meine 2 Wochen werden. Da blieb nur noch ein wenig Spinning auf dem heimischen Fahrrad und das Trampolin. Für Micha waren das keine Hinderungsgründe trotzdem an dem Wochenende nach Schmiedefeld zu fahren. Besonders fit sollte ich nicht an den Start gehen. Ich sagte mir ok, vielleicht 20 Km laufen und den Rest wandern. Das sollte dann in 10-12 Stunden zu schaffen sein. Die Kinder sollten zu Opa, die Unterkunft war direkt in Schmiedefeld, der Startertausch mit Elke hat auch geklappt. Ich sollte dann nur noch im Startbereich in Eisenach die Strecke auf den Supermarathon ummelden, da Elke auf den Marathon gemeldet war. Es war also alles gut organisiert!Am Freitag kamen wir erst spät los und fuhren noch in einem Wolkenbruch bei Leipzig. Das Wetter sollte sich etwas abkühlen. Freitag Nachmittag hatten wir in Brandenburg 29 Grad. Wer bei solchen Temperaturen läuft, ist ja lebensmüde. Gegen 22 Uhr kamen wir in Schmiedefeld an. 3:30 Uhr ging der Shuttlebus nach Eisenach. Es hatte sich wirklich gut abgekühlt. In Eisenach hatten wir an dem Morgen angenehme 8 Grad. 6 Uhr ging es los und wir (ca 2200 Läufer) machten uns auf die 73,5 Km lange Strecke. Ich hatte meinen Trinkrucksack bei diesem Wettkampf dabei, um notwendige Dinge mitzunehmen (Pulli, Gels und etwas Wasser). Im kurzen Shirt lief ich los. Anfangs war ich sehr aufgeregt und mir wurde am ersten Anstieg gleich sehr warm. Mir wurde schnell klar, dass die Anstiege teilweise nur gehend möglich waren. Bis zum Inselsberg ging es nur aufwärts, bis zu 1800 hm. Dort angekommen hatten wir schon gute 25 Km in den Beinen. Erstaunlicherweise war ich an dem Punkt noch recht fit und hatte kaum Ermüdungserscheinungen. Bergab konnte ich leider nicht „fliegen“, das Terrain war sehr uneben und wie ein Waldboden halt so ist. Spezielle Trekkingschuhe hatte ich nicht. Konzentration war auf der ganzen Strecke gefragt und erforderlich, um Stürze zu vermeiden. Nach dem Inselsberg musste ich mir etwas überziehen, in der Höhe war es doch etwas kühler. Und wenn man die Anstiege hochging kühlte man schnell aus.Auf den Verpflegungspunkt an der Ebertswiese freute ich mich besonders. 37,5 Km hatten wir hier schon hinter uns! Jetzt nochmal soviel und wir sind im Ziel! Hier nahm ich mir Zeit, entfernte Steinchen und Geröll aus den Schuhen, trank den Heidelbeerschleim und warmen Tee. Das Magnesium, was Micha mir einpackte, nutze ich jetzt auch. Kurz vor diesem Punkt lief Jörg von den Wasserfreunden aus Brandenburg zu mir auf, es war sehr angenehm ein bekanntes Gesicht zu sehen. Viele Mitläufer hatten mit sich zu tun, als sich auf ein Gespräch einzulassen. Jörgs Frau jubelte uns 3 Km später am nächsten Getränkepunkt zu. Das motivierte uns wieder. Er nahm die Anstiege noch recht locker und ich ließ ihn irgendwann ziehen. Jetzt wurde es zäh. So langsam sollte ich meine persönliche Schallmauer erreichen. 45 Kilometer. Ich lief kurzzeitig mit einem Pärchen, wir unterhielten uns eine Weile. Er läuft nur Ultras und sie Ironmans. Das war ihr erster Ultra. Unglaublich was einige Leute so machen. Es geht immer noch höher, weiter und schneller. Die Beiden zogen weiter. Dann traf ich auf Bianca. Wir waren sofort eine Wellenlänge und für viele Kilometer hatten wir dasselbe Schritttempo. Das half mir sehr und wir freuten uns gemeinsam auf die 55/ 60 und 70 Km-Marken. Wir schnatterten quasi die Kilometer so weg. Die Höher-Weiter-Schneller-Läufer kamen immer wieder an uns vorbei – diesmal Mutter und Tochter – für sie war der Lauf nur Training für Biel (100 Km). Bianca und ich grinsten innerlich. Uns sollte diese Erfahrung erstmal reichen. Dann wurde es immer ruhiger, wir beide kämpften. Wir ersehnten uns jeden Verpflegungspunkt. Ich entdeckte dann für mich Nutella-Schnitten, die Verpflegung wurde von Punkt zu Punkt besser und liebevoller! Jemand meinte dann, dass man an den letzten Punkten wirklich eine Tupperdose dabei haben sollte. Sehr sehr lecker und mit Herz zubereitet. An den letzten 3 Punkten gab es auch Bier. Irgendwann war auch Bianca davon gezogen. Ich lief nur noch irgendwie. Nicht mehr ganz rund aber immer weiter vorwärts. Kopf aus und immer weiter. Bei der 70 Km Marke ist der Knoten geplatzt. Ich machte mir Musik an und es motivierte mich dermaßen, dass ich zur Endbeschleunigung ansetzte. Es ging nur noch Bergab. Ich war im Flow. Überholte sogar wieder. Einige Leute feuerten mich noch an. Den Schmerz hatte ich total ausgeblendet. Das Ziel war nah. Ich freute mich auf das schönste Ziel der Welt – es endlich geschafft zu haben. Wahnsinn. 73,5 Km! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was für eine unglaubliche Zahl. Sowas fahren einige nicht mal mit dem Rad. Nach 10:09:51 Stunden lief ich überglücklich ins Ziel. Die Medaille mit dem gelben Band und die Party im Festzelt waren am Ende die Belohnung! Dafür hat es sich gelohnt! Einmal Supermarathon-Held sein 🙂 Weiterlesen
45. Gutsmuths-Rennsteiglauf – Mein erster Ultra!
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin tatsächlich am Samstag (20.5.2017) beim Rennsteiglauf meinen ersten Ultra gelaufen. Ok beim Buga-Lauf von Havelberg nach Brandenburg habe ich es auf 55 Km geschafft, aber das hier war ein richtiger Ultra. Ein Ultralauf mit allen Höhen und Tiefen. Und dann auch noch in den Thüringer Bergen. Bis kurz vor dem Start hab ich nicht gedacht, dass ich das schaffen kann. Die ganze Woche wartete ich auf Absolution von Micha, dass er sich die Idee aus dem Kopf schlägt. Mittwoch kam er vom Toten Meer zurück. Total entspannt, das blühende Leben. Er war dort 2 Wochen, quasi im Trainingslager. Er meinte wir nehmen einfach den Schwung vom London-Marathon Ende April mit. Die Kilometer hatten wir ja drin. Er konnte in den letzten 14 Tagen täglich 11 Km laufen. Bei mir sah das etwas anders aus. Wenn ich laufen wollte, musste ich das mit den Kindern irgendwie organisieren. Leider bekam ich noch eine Erkältung und zu allem Überdruss stürzte ich Montag eine Treppe hinunter. Sollten nicht meine 2 Wochen werden. Da blieb nur noch ein wenig Spinning auf dem heimischen Fahrrad und das Trampolin. Für Micha waren das keine Hinderungsgründe trotzdem an dem Wochenende nach Schmiedefeld zu fahren. Besonders fit sollte ich nicht an den Start gehen. Ich sagte mir ok, vielleicht 20 Km laufen und den Rest wandern. Das sollte dann in 10-12 Stunden zu schaffen sein. Die Kinder sollten zu Opa, die Unterkunft war direkt in Schmiedefeld, der Startertausch mit Elke hat auch geklappt. Ich sollte dann nur noch im Startbereich in Eisenach die Strecke auf den Supermarathon ummelden, da Elke auf den Marathon gemeldet war. Es war also alles gut organisiert!Am Freitag kamen wir erst spät los und fuhren noch in einem Wolkenbruch bei Leipzig. Das Wetter sollte sich etwas abkühlen. Freitag Nachmittag hatten wir in Brandenburg 29 Grad. Wer bei solchen Temperaturen läuft, ist ja lebensmüde. Gegen 22 Uhr kamen wir in Schmiedefeld an. 3:30 Uhr ging der Shuttlebus nach Eisenach. Es hatte sich wirklich gut abgekühlt. In Eisenach hatten wir an dem Morgen angenehme 8 Grad. 6 Uhr ging es los und wir (ca 2200 Läufer) machten uns auf die 73,5 Km lange Strecke. Ich hatte meinen Trinkrucksack bei diesem Wettkampf dabei, um notwendige Dinge mitzunehmen (Pulli, Gels und etwas Wasser). Im kurzen Shirt lief ich los. Anfangs war ich sehr aufgeregt und mir wurde am ersten Anstieg gleich sehr warm. Mir wurde schnell klar, dass die Anstiege teilweise nur gehend möglich waren. Bis zum Inselsberg ging es nur aufwärts, bis zu 1800 hm. Dort angekommen hatten wir schon gute 25 Km in den Beinen. Erstaunlicherweise war ich an dem Punkt noch recht fit und hatte kaum Ermüdungserscheinungen. Bergab konnte ich leider nicht „fliegen“, das Terrain war sehr uneben und wie ein Waldboden halt so ist. Spezielle Trekkingschuhe hatte ich nicht. Konzentration war auf der ganzen Strecke gefragt und erforderlich, um Stürze zu vermeiden. Nach dem Inselsberg musste ich mir etwas überziehen, in der Höhe war es doch etwas kühler. Und wenn man die Anstiege hochging kühlte man schnell aus.Auf den Verpflegungspunkt an der Ebertswiese freute ich mich besonders. 37,5 Km hatten wir hier schon hinter uns! Jetzt nochmal soviel und wir sind im Ziel! Hier nahm ich mir Zeit, entfernte Steinchen und Geröll aus den Schuhen, trank den Heidelbeerschleim und warmen Tee. Das Magnesium, was Micha mir einpackte, nutze ich jetzt auch. Kurz vor diesem Punkt lief Jörg von den Wasserfreunden aus Brandenburg zu mir auf, es war sehr angenehm ein bekanntes Gesicht zu sehen. Viele Mitläufer hatten mit sich zu tun, als sich auf ein Gespräch einzulassen. Jörgs Frau jubelte uns 3 Km später am nächsten Getränkepunkt zu. Das motivierte uns wieder. Er nahm die Anstiege noch recht locker und ich ließ ihn irgendwann ziehen. Jetzt wurde es zäh. So langsam sollte ich meine persönliche Schallmauer erreichen. 45 Kilometer. Ich lief kurzzeitig mit einem Pärchen, wir unterhielten uns eine Weile. Er läuft nur Ultras und sie Ironmans. Das war ihr erster Ultra. Unglaublich was einige Leute so machen. Es geht immer noch höher, weiter und schneller. Die Beiden zogen weiter. Dann traf ich auf Bianca. Wir waren sofort eine Wellenlänge und für viele Kilometer hatten wir dasselbe Schritttempo. Das half mir sehr und wir freuten uns gemeinsam auf die 55/ 60 und 70 Km-Marken. Wir schnatterten quasi die Kilometer so weg. Die Höher-Weiter-Schneller-Läufer kamen immer wieder an uns vorbei – diesmal Mutter und Tochter – für sie war der Lauf nur Training für Biel (100 Meilen). Bianca und ich grinsten innerlich. Uns sollte diese Erfahrung erstmal reichen. Dann wurde es immer ruhiger, wir beide kämpften. Wir ersehnten uns jeden Verpflegungspunkt. Ich entdeckte dann für mich Nutella-Schnitten, die Verpflegung wurde von Punkt zu Punkt besser und liebevoller! Jemand meinte dann, dass man an den letzten Punkten wirklich eine Tupperdose dabei haben sollte. Sehr sehr lecker und mit Herz zubereitet. An den letzten 3 Punkten gab es auch Bier. Irgendwann war auch Bianca davon gezogen. Ich lief nur noch irgendwie. Nicht mehr ganz rund aber immer weiter vorwärts. Kopf aus und immer weiter. Bei der 70 Km Marke ist der Knoten geplatzt. Ich machte mir Musik an und es motivierte mich dermaßen, dass ich zur Endbeschleunigung ansetzte. Es ging nur noch Bergab. Ich war im Flow. Überholte sogar wieder. Einige Leute feuerten mich noch an. Den Schmerz hatte ich total ausgeblendet. Das Ziel war nah. Ich freute mich auf das schönste Ziel der Welt – es endlich geschafft zu haben. Wahnsinn. 73,5 Km! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was für eine unglaubliche Zahl. Sowas fahren einige nicht mal mit dem Rad. Nach 10:09:51 Stunden lief ich überglücklich ins Ziel. Die Medaille mit dem gelben Band und die Party im Festzelt waren am Ende die Belohnung! Dafür hat es sich gelohnt! Einmal Supermarathon-Held sein 🙂 Weiterlesen
45. Gutsmuths-Rennsteiglauf – Mein erster Ultra!
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin tatsächlich am Samstag (20.5.2017) beim Rennsteiglauf meinen ersten Ultra gelaufen. Ok beim Buga-Lauf von Havelberg nach Brandenburg habe ich es auf 55 Km geschafft, aber das hier war ein richtiger Ultra. Ein Ultralauf mit allen Höhen und Tiefen. Und dann auch noch in den Thüringer Bergen. Bis kurz vor dem Start hab ich nicht gedacht, dass ich das schaffen kann. Die ganze Woche wartete ich auf Absolution von Micha, dass er sich die Idee aus dem Kopf schlägt. Mittwoch kam er vom Toten Meer zurück. Total entspannt, das blühende Leben. Er war dort 2 Wochen, quasi im Trainingslager. Er meinte wir nehmen einfach den Schwung vom London-Marathon Ende April mit. Die Kilometer hatten wir ja drin. Er konnte in den letzten 14 Tagen täglich 11 Km laufen. Bei mir sah das etwas anders aus. Wenn ich laufen wollte, musste ich das mit den Kindern irgendwie organisieren. Leider bekam ich noch eine Erkältung und zu allem Überdruss stürzte ich Montag eine Treppe hinunter. Sollten nicht meine 2 Wochen werden. Da blieb nur noch ein wenig Spinning auf dem heimischen Fahrrad und das Trampolin. Für Micha waren das keine Hinderungsgründe trotzdem an dem Wochenende nach Schmiedefeld zu fahren. Besonders fit sollte ich nicht an den Start gehen. Ich sagte mir ok, vielleicht 20 Km laufen und den Rest wandern. Das sollte dann in 10-12 Stunden zu schaffen sein. Die Kinder sollten zu Opa, die Unterkunft war direkt in Schmiedefeld, der Startertausch mit Elke hat auch geklappt. Ich sollte dann nur noch im Startbereich in Eisenach die Strecke auf den Supermarathon ummelden, da Elke auf den Marathon gemeldet war. Es war also alles gut organisiert!Am Freitag kamen wir erst spät los und fuhren noch in einem Wolkenbruch bei Leipzig. Das Wetter sollte sich etwas abkühlen. Freitag Nachmittag hatten wir in Brandenburg 29 Grad. Wer bei solchen Temperaturen läuft, ist ja lebensmüde. Gegen 22 Uhr kamen wir in Schmiedefeld an. 3:30 Uhr ging der Shuttlebus nach Eisenach. Es hatte sich wirklich gut abgekühlt. In Eisenach hatten wir an dem Morgen angenehme 8 Grad. 6 Uhr ging es los und wir (ca 2200 Läufer) machten uns auf die 73,5 Km lange Strecke. Ich hatte meinen Trinkrucksack bei diesem Wettkampf dabei, um notwendige Dinge mitzunehmen (Pulli, Gels und etwas Wasser). Im kurzen Shirt lief ich los. Anfangs war ich sehr aufgeregt und mir wurde am ersten Anstieg gleich sehr warm. Mir wurde schnell klar, dass die Anstiege teilweise nur gehend möglich waren. Bis zum Inselsberg ging es nur aufwärts, bis zu 1800 hm. Dort angekommen hatten wir schon gute 25 Km in den Beinen. Erstaunlicherweise war ich an dem Punkt noch recht fit und hatte kaum Ermüdungserscheinungen. Bergab konnte ich leider nicht „fliegen“, das Terrain war sehr uneben und wie ein Waldboden halt so ist. Spezielle Trekkingschuhe hatte ich nicht. Konzentration war auf der ganzen Strecke gefragt und erforderlich, um Stürze zu vermeiden. Nach dem Inselsberg musste ich mir etwas überziehen, in der Höhe war es doch etwas kühler. Und wenn man die Anstiege hochging kühlte man schnell aus.Auf den Verpflegungspunkt an der Ebertswiese freute ich mich besonders. 37,5 Km hatten wir hier schon hinter uns! Jetzt nochmal soviel und wir sind im Ziel! Hier nahm ich mir Zeit, entfernte Steinchen und Geröll aus den Schuhen, trank den Heidelbeerschleim und warmen Tee. Das Magnesium, was Micha mir einpackte, nutze ich jetzt auch. Kurz vor diesem Punkt lief Jörg von den Wasserfreunden aus Brandenburg zu mir auf, es war sehr angenehm ein bekanntes Gesicht zu sehen. Viele Mitläufer hatten mit sich zu tun, als sich auf ein Gespräch einzulassen. Jörgs Frau jubelte uns 3 Km später am nächsten Getränkepunkt zu. Das motivierte uns wieder. Er nahm die Anstiege noch recht locker und ich ließ ihn irgendwann ziehen. Jetzt wurde es zäh. So langsam sollte ich meine persönliche Schallmauer erreichen. 45 Kilometer. Ich lief kurzzeitig mit einem Pärchen, wir unterhielten uns eine Weile. Er läuft nur Ultras und sie Ironmans. Das war ihr erster Ultra. Unglaublich was einige Leute so machen. Es geht immer noch höher, weiter und schneller. Die Beiden zogen weiter. Dann traf ich auf Bianca. Wir waren sofort eine Wellenlänge und für viele Kilometer hatten wir dasselbe Schritttempo. Das half mir sehr und wir freuten uns gemeinsam auf die 55/ 60 und 70 Km-Marken. Wir schnatterten quasi die Kilometer so weg. Die Höher-Weiter-Schneller-Läufer kamen immer wieder an uns vorbei – diesmal Mutter und Tochter – für sie war der Lauf nur Training für Biel (100 Meilen). Bianca und ich grinsten innerlich. Uns sollte diese Erfahrung erstmal reichen. Dann wurde es immer ruhiger, wir beide kämpften. Wir ersehnten uns jeden Verpflegungspunkt. Ich entdeckte dann für mich Nutella-Schnitten, die Verpflegung wurde von Punkt zu Punkt besser und liebevoller! Jemand meinte dann, dass man an den letzten Punkten wirklich eine Tupperdose dabei haben sollte. Sehr sehr lecker und mit Herz zubereitet. An den letzten 3 Punkten gab es auch Bier. Irgendwann war auch Bianca davon gezogen. Ich lief nur noch irgendwie. Nicht mehr ganz rund aber immer weiter vorwärts. Kopf aus und immer weiter. Bei der 70 Km Marke ist der Knoten geplatzt. Ich machte mir Musik an und es motivierte mich dermaßen, dass ich zur Endbeschleunigung ansetzte. Es ging nur noch Bergab. Ich war im Flow. Überholte sogar wieder. Einige Leute feuerten mich noch an. Den Schmerz hatte ich total ausgeblendet. Das Ziel war nah. Ich freute mich auf das schönste Ziel der Welt – es endlich geschafft zu haben. Wahnsinn. 73,5 Km! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was für eine unglaubliche Zahl. Sowas fahren einige nicht mal mit dem Rad. Nach 10:09:51 Stunden lief ich überglücklich ins Ziel. Die Medaille mit dem gelben Band und die Party im Festzelt waren am Ende die Belohnung! Dafür hat es sich gelohnt! Einmal Supermarathon-Held sein 🙂 Weiterlesen
Die im Ostseebad Warnemünde neu eröffnete Boulderhalle „Felshelden“ bietet ab sofort Kletterspaß für Aktivurlauber und Rostocker Fans der Trendsportart
„Sie müssen ganz eng sein und ohne Socken.“ Die Mädchen einer Baden-Württembergischen Schule schlüpfen in die nigelnagelneuen Boulderschuhe. Gleich werden sie zu den Ersten gehören, die die neuen Kletterwände in Warnemünde erklimmen. Morgen wird die 540qm große Boulderhalle „Felshelden“ im neuen Hostel Dock Inn eröffnet. „Es ist die erste kommerzielle Boulderhalle in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Inhaber […] Weiterlesen
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LONDON MARATHON am 23.04.2017
Am Sonntag, den 23.4.2017 war es endlich soweit! 12 Wochen hartes Greif-Training liegen hinter mir und die Performance ging mit jeder Laufeinheit nach oben. 12 Wochen mit 6 langen Läufen (á 35 Km mit Endbeschleunigung), einem Marathon in Italien (04:12:26) und dem Halbmarathon in Berlin (01:51:12). Ich bin dankbar, dass ich das Training trotz Alltag (Full-Time Job, Kinder, etc.) ohne nennenswerte Aussetzer durchziehen konnte. Ganz oft habe ich nach dem Pyramidentraining oder den mittellangen Läufen in der Marathonpace geflucht und mich danach „sterbend“ in die Wanne gelegt. Das Gefühl danach, also der Stolz überwiegt dann irgendwann. Eine Woche hatte ich mit starken Hustenanfällen zu tun, sodass ich kurz aussetzen musste, danach ging es aber weiter. Der letzte lange Lauf (eine Woche vor dem London Marathon) von „nur“ noch 26 Km zeigte mir aber, dass es jetzt reichen sollte. Mehr ging nicht mehr, es ist alles getan. In der Woche vor dem Marathon passierte nicht mehr viel, kleine leichte Läufe und mentale Vorbereitung. Freitag ging es mit dem Flieger zu den britischen Inseln. Alles verlief ganz unkompliziert. Die Kinder übergaben wir dem Opa in Berlin. In London angekommen, ging es zum Hotel und dann gleich weiter zur Marathon-Messe. Wir hatten ausreichend Zeit und die Messe war sehr überschaubar. Zuerst erhielten wir unsere Startnummern und danach beim Eingang zur Messe den Zeitchip. Gleich zu Beginn haben die Marathon World Majors Organisatoren ein Laufband aufgebaut, auf dem sich jeder Läufer ausprobieren konnte, ob er mit der Weltelite 400 m mithalten konnte. Den Spaß ließ ich mir nicht nehmen und machte den Test. Was für ein Tempo. Nach 300 Meter war bei mir Schluss. Dieses Tempo auf 42,195 Km zu halten ist schon unglaublich. Noch lange nach dem Test schmerzten mir die Oberschenkel. Auf der Messe selbst musste ich mir natürlich neue Laufschuhe kaufen, da hüpfte mein Läuferherz. Am Samstag machten wir einen leichten Lauf im anliegenden Park neben unserem Hotel. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es auf Sightseeingtour zu Fuß, mit dem Bus und mit dem Boot über die Themse. Den Abschluss bildete unser Diner mit Fish und Chips mit Blick auf die Tower Bridge. Am Sonntag klingelte der Wecker um 6 Uhr. Der Massenstart sollte 10 Uhr losgehen. Uns blieb genug Zeit zum frühstücken. Der Transfer zum Startbereich verlief mit U- und S-Bahn ganz unkompliziert, alles war super organisiert. Es gab 3 Startbereiche um die Massen pünktlich auf die Strecke zu schicken. Blau für die Eliteläufer, die besseren Volksläufer und die ausländischen Starter, grün für die Promis und VIPs und rot für alle anderen Läufer, also auch die vielen Charity-Läufer. Wir befanden uns im blauen Bereich. Im Startbereich gaben wir unsere Sachen ab und gingen zu unseren Startzonen. Micha lief in Zone 2, ich sollte in die Zone 6. Ich mogelte mich in die Zone 5, wo die 4 Stunden Pacer standen. Als Prinz William, seine Frau Kate und Prinz Harry den Startschuss gaben, ging es relativ schnell voran, sodass es nicht lange dauerte bis wir über die Startlinie liefen. Die Royals, sowie ein tolles Publikum schickten uns auf die Strecke. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Ich war tatsächlich dabei. Eine von 40.000 Läufern. Ein Unglaubliches Gefühl.Mit meinem Tempo war ich sehr zufrieden, ich lief konstant unter 5:30 Minuten pro Kilometer. So sollte es bleiben auf den nächsten Kilometern. Als ich mich rechts und links umschaute sah ich viele kostümierte Läufer, dabei waren Darth Vader, Batman, Spiderman, Wonderwoman, ein Anzugläufer, eine Telefonzelle und viele Weitere. Viele Läufer liefen für einen guten Zweck, zu erkennen, an ihrem T-Shirts. Der London-Marathon ist ja sehr bekannt für seine Charity Aktionen. Kennt man bei uns in dem Ausmaß gar nicht. Die Strecke, die nach Berlin als die Schnellste der Welt gilt, entpuppte sich als relativ schwer zu laufen. Es ging eigentlich immer ganz leicht bergauf und bergab, gefolgt von mehr oder weniger scharfen Richtungswechseln.Nach der Halbmarathon-Marke kam mein persönliches Highlight: ich sah die zwei Türme der Tower-Bridge. Auch hier war wieder ein tosendes Publikum, welches unseren Weg säumte. So viele Leute, die so toll applaudieren sieht man eigentlich nur im Zielbereich. Ich genoss es und freute mich. Bis zum 27. Km lief es ganz gut, mein linker Oberschenkel schmerzte ein wenig, was ich aber zu ignorieren wußte. Dann spürte ich allerdings, dass meine Beine wieder fest wurden. Ich versuchte dem mit ausreichend Wasser und Gels entgegenzuwirken. Wasserstationen waren alle 3 Km aufgebaut (schon fast zu viele). Hier wurden kleine Trinkflaschen gereicht, die die Wasseraufnahme sehr vereinfachten, das war besser als sonst mit einem Becher. Gefühlt würde es jetzt immer hügeliger. An zwei Steigerungen ging ich hinauf und versuchte lockerer zu werden. Ich sammelte Kräfte und erfrischte die Beine immer wieder mit Wasser. Das Wetter war mit 15 Grad und Sonne übrigens perfekt für so einen Lauf. Ich lief, trotz der Blockade, immer weiter, auf einem Schild stand geschrieben „Shut Up Legs“, diesen Satz verinnerlichte ich und dachte an die Endbeschleunigung. Ups, da war sie schon, auf meiner Uhr standen jetzt schon 36 Km. In meiner Wahrnehmung wurde das Publikum immer lauter. Das habe ich so noch nicht erlebt. Ich habe wenig von London gesehen, dafür ein fulminantes Publikum. Als Big Ben zu sehen war, war es fast geschafft. Nur noch 1000 m, nur noch 600 Meter, nur nicht 200 Meter. Ich ließ den Buckingham Palast hinter mir und lief überglücklich ins Ziel. Ich war überwältigt. Die Freudentränen liefen. Ich konnte kaum noch laufen. Und da war es wieder. Dieses Grinsen. Wahnsinn. Mein 8. Marathon und das in so einer tollen Stadt. Die 4 Stunden Schallmauer konnte ich an dem Tag nicht durchbrechen. Ich bin nach sehr guten 04:05:49 Stunden ins Ziel gelaufen. Überglücklich mit einer neuen Bestzeit! Mein zweiter Lauf im Ausland! Laufen und Reisen lassen sich sehr gut miteinander verbinden. Es war toll!!!Micha lief sensationelle 3:15 Stunden, ebenso neue persönliche Bestzeit. Als ich ihn im Zielbereich traf, war er sehr wortkarg und wollte einfach nur nach Hause. Auf meine Frage nach seiner Zeit, schüttelte er einfach nur den Kopf und meinte er habe keine Ahnung. Ihm ging es gar nicht gut und somit suchten wir so schnell wie möglich die nächste Bahnstation, um uns im Hotel zu entspannen und die Erlebnisse zu teilen. Er wollte eigentlich locker laufen und schauen, was passiert. Der 3:15-Pacemaker hat es ihm dann aber angetan. Tolle Zeit wie ich finde und endlich auch ganz offiziell. Da geht bei uns beiden aber noch etwas. Das nächste Ziel ist der Rennsteiglauf und im September wollen wir endlich unsere Wunschzeiten erreichen, wenn wir in Berlin wieder den Marathon laufen. Ich freu mich drauf. Weiterlesen
LONDON MARATHON am 23.04.2017
Am Sonntag, den 23.4.2017 war es endlich soweit! 12 Wochen hartes Greif-Training liegen hinter mir und die Performance ging mit jeder Laufeinheit nach oben. 12 Wochen mit 6 langen Läufen (á 35 Km mit Endbeschleunigung), einem Marathon in Italien (04:12:26) und dem Halbmarathon in Berlin (01:51:12). Ich bin dankbar, dass ich das Training trotz Alltag (Full-Time Job, Kinder, etc.) ohne nennenswerte Aussetzer durchziehen konnte. Ganz oft habe ich nach dem Pyramidentraining oder den mittellangen Läufen in der Marathonpace geflucht und mich danach „sterbend“ in die Wanne gelegt. Das Gefühl danach, also der Stolz überwiegt dann irgendwann. Eine Woche hatte ich mit starken Hustenanfällen zu tun, sodass ich kurz aussetzen musste, danach ging es aber weiter. Der letzte lange Lauf (eine Woche vor dem London Marathon) von „nur“ noch 26 Km zeigte mir aber, dass es jetzt reichen sollte. Mehr ging nicht mehr, es ist alles getan. In der Woche vor dem Marathon passierte nicht mehr viel, kleine leichte Läufe und mentale Vorbereitung. Freitag ging es mit dem Flieger zu den britischen Inseln. Alles verlief ganz unkompliziert. Die Kinder übergaben wir dem Opa in Berlin. In London angekommen, ging es zum Hotel und dann gleich weiter zur Marathon-Messe. Wir hatten ausreichend Zeit und die Messe war sehr überschaubar. Zuerst erhielten wir unsere Startnummern und danach beim Eingang zur Messe den Zeitchip. Gleich zu Beginn haben die Marathon World Majors Organisatoren ein Laufband aufgebaut, auf dem sich jeder Läufer ausprobieren konnte, ob er mit der Weltelite 400 m mithalten konnte. Den Spaß ließ ich mir nicht nehmen und machte den Test. Was für ein Tempo. Nach 300 Meter war bei mir Schluss. Dieses Tempo auf 42,195 Km zu halten ist schon unglaublich. Noch lange nach dem Test schmerzten mir die Oberschenkel. Auf der Messe selbst musste ich mir natürlich neue Laufschuhe kaufen, da hüpfte mein Läuferherz. Am Samstag machten wir einen leichten Lauf im anliegenden Park neben unserem Hotel. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es auf Sightseeingtour zu Fuß, mit dem Bus und mit dem Boot über die Themse. Den Abschluss bildete unser Diner mit Fish und Chips mit Blick auf die Tower Bridge. Am Sonntag klingelte der Wecker um 6 Uhr. Der Massenstart sollte 10 Uhr losgehen. Uns blieb genug Zeit zum frühstücken. Der Transfer zum Startbereich verlief mit U- und S-Bahn ganz unkompliziert, alles war super organisiert. Es gab 3 Startbereiche um die Massen pünktlich auf die Strecke zu schicken. Blau für die Eliteläufer, die besseren Volksläufer und die ausländischen Starter, grün für die Promis und VIPs und rot für alle anderen Läufer, also auch die vielen Charity-Läufer. Wir befanden uns im blauen Bereich. Im Startbereich gaben wir unsere Sachen ab und gingen zu unseren Startzonen. Micha lief in Zone 2, ich sollte in die Zone 6. Ich mogelte mich in die Zone 5, wo die 4 Stunden Pacer standen. Als Prinz William, seine Frau Kate und Prinz Harry den Startschuss gaben, ging es relativ schnell voran, sodass es nicht lange dauerte bis wir über die Startlinie liefen. Die Royals, sowie ein tolles Publikum schickten uns auf die Strecke. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Ich war tatsächlich dabei. Eine von 40.000 Läufern. Ein Unglaubliches Gefühl.Mit meinem Tempo war ich sehr zufrieden, ich lief konstant unter 5:30 Minuten pro Kilometer. So sollte es bleiben auf den nächsten Kilometern. Als ich mich rechts und links umschaute sah ich viele kostümierte Läufer, dabei waren Darth Vader, Batman, Spiderman, Wonderwoman, ein Anzugläufer, eine Telefonzelle und viele Weitere. Viele Läufer liefen für einen guten Zweck, zu erkennen, an ihrem T-Shirts. Der London-Marathon ist ja sehr bekannt für seine Charity Aktionen. Kennt man bei uns in dem Ausmaß gar nicht. Die Strecke, die nach Berlin als die Schnellste der Welt gilt, entpuppte sich als relativ schwer zu laufen. Es ging eigentlich immer ganz leicht bergauf und bergab, gefolgt von mehr oder weniger scharfen Richtungswechseln.Nach der Halbmarathon-Marke kam mein persönliches Highlight: ich sah die zwei Türme der Tower-Bridge. Auch hier war wieder ein tosendes Publikum, welches unseren Weg säumte. So viele Leute, die so toll applaudieren sieht man eigentlich nur im Zielbereich. Ich genoss es und freute mich. Bis zum 27. Km lief es ganz gut, mein linker Oberschenkel schmerzte ein wenig, was ich aber zu ignorieren wußte. Dann spürte ich allerdings, dass meine Beine wieder fest wurden. Ich versuchte dem mit ausreichend Wasser und Gels entgegenzuwirken. Wasserstationen waren alle 3 Km aufgebaut (schon fast zu viele). Hier wurden kleine Trinkflaschen gereicht, die die Wasseraufnahme sehr vereinfachten, das war besser als sonst mit einem Becher. Gefühlt würde es jetzt immer hügeliger. An zwei Steigerungen ging ich hinauf und versuchte lockerer zu werden. Ich sammelte Kräfte und erfrischte die Beine immer wieder mit Wasser. Das Wetter war mit 15 Grad und Sonne übrigens perfekt für so einen Lauf. Ich lief, trotz der Blockade, immer weiter, auf einem Schild stand geschrieben „Shut Up Legs“, diesen Satz verinnerlichte ich und dachte an die Endbeschleunigung. Ups, da war sie schon, auf meiner Uhr standen jetzt schon 36 Km. In meiner Wahrnehmung wurde das Publikum immer lauter. Das habe ich so noch nicht erlebt. Ich habe wenig von London gesehen, dafür ein fulminantes Publikum. Als Big Ben zu sehen war, war es fast geschafft. Nur noch 1000 m, nur noch 600 Meter, nur nicht 200 Meter. Ich ließ den Buckingham Palast hinter mir und lief überglücklich ins Ziel. Ich war überwältigt. Die Freudentränen liefen. Ich konnte kaum noch laufen. Und da war es wieder. Dieses Grinsen. Wahnsinn. Mein 8. Marathon und das in so einer tollen Stadt. Die 4 Stunden Schallmauer konnte ich an dem Tag nicht durchbrechen. Ich bin nach sehr guten 04:05:49 Stunden ins Ziel gelaufen. Überglücklich mit einer neuen Bestzeit! Mein zweiter Lauf im Ausland! Laufen und Reisen lassen sich sehr gut miteinander verbinden. Es war toll!!!Micha lief sensationelle 3:15 Stunden, ebenso neue persönliche Bestzeit. Als ich ihn im Zielbereich traf, war er sehr wortkarg und wollte einfach nur nach Hause. Auf meine Frage nach seiner Zeit, schüttelte er einfach nur den Kopf und meinte er habe keine Ahnung. Ihm ging es gar nicht gut und somit suchten wir so schnell wie möglich die nächste Bahnstation, um uns im Hotel zu entspannen und die Erlebnisse zu teilen. Er wollte eigentlich locker laufen und schauen, was passiert. Der 3:15-Pacemaker hat es ihm dann aber angetan. Tolle Zeit wie ich finde und endlich auch ganz offiziell. Da geht bei uns beiden aber noch etwas. Das nächste Ziel ist der Rennsteiglauf und im September wollen wir endlich unsere Wunschzeiten erreichen, wenn wir in Berlin wieder den Marathon laufen. Ich freu mich drauf. Weiterlesen