Monatsarchive: März 2009

Von Vorvorgestern

Ein junges Mädchen steht vor dem DJ-Pult und beobachtet meinen Kollegen, der hochkonzentriert sein Set mixed.

Sie schaut ihm eine Weile zu, schüttelt den Kopf, schaut wieder eine Weile und winkt ihn schließlich zu sich:

„Du arbeitest noch mit Platten? Wie alt bist du denn?“

Foto: Bronskov

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Drupal-Performance-Odysee mit Happy-End

Mit dem Update unseres Intranet-Portals von D5 auf D6 und dem gleichzeitigen Umzug der Installation von einem virtuellen Webserver (Xen+Linux) auf einen physischen Server (auch Linux, identische Hardware) handelte ich mir einen totalen Einbruch der Performance der Seite ein. Ein … Weiterlesen

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Drupal-Performance-Odysee mit Happy-End

Mit dem Update unseres Intranet-Portals von D5 auf D6 und dem gleichzeitigen Umzug der Installation von einem virtuellen Webserver (Xen+Linux) auf einen physischen Server (auch Linux, identische Hardware) handelte ich mir einen totalen Einbruch der Performance der Seite ein. Ein … Weiterlesen

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Drupal-Performance-Odysee mit Happy-End

Mit dem Update unseres Intranet-Portals von D5 auf D6 und dem gleichzeitigen
Umzug der Installation von einem virtuellen Webserver (Xen+Linux) auf einen
physischen Server (auch Linux, identische Hardware) handelte ich mir einen
totalen Einbruch der Performance der Seite ein. Ein “normaler” Seitenaufruf
dauerte ~7 Sekunden, für die Startseite (mit Panels voller Views-Blöcke) dauerte
das Laden ~13 Sekunden. Somit war das Intranet-Portal praktisch unbenutzbar.
Nachdem ich mich von dem schrecken erholt hatte, begann ich mit der
Ursachenforschung.
Den Einstieg bekam ich mit Ingos Blog-Eintrag.
Von dort ging es weiter zu
http://2bits.com/articles/drupal-performance-tuning-and-optimization-for-large-web-sites.html
und dem sichten der extra-langen Liste nach anwendbaren Vorschlägen.
Mein erster Kandidat war die MySQL-Datenbank. Sie läuft auf dem selben Rechner
wie der Web-Server also keine zu überprüfende Netzwerk-Kommunikation. Also nahm
ich das tuning-primer.sh-Skript und
optimierte den DB-Server, so lange mir die Vorschläge plausibel erschienen und
endlich alle Tests auf Grün standen. Keine Verbesserung.
Auch zeigte das devel.module, dass
nur ein Bruchteil der Ladezeit für die SQL-Queries benötigt wurde.
Als nächstes (wenige Tage später) nahm ich mir den Apache vor. Auf ihm laufen
neben PHP-Skripten (drupal, phpmyadmin) auch diverse Python-Apps und ein Scalix
mit Tomcat-Servlet-Connector. Ich entfernte alle Apache-Erweiterungen, die nicht
unbedingt benötigt werden (z.B. mod_userdir und mod_info). Dann noch
.htaccess-Konfigurationen in die statische Server-Konfiguration
übernommen und eaccelerator installiert.
Keine Verbesserung.
Zwischendurch habe ich ein Benchmark eingeschoben, um von der “gefühlten”
Trägheit des Servers zu vergleichbaren Werten zu kommen und vielleicht schon
kleine Verbesserungen wahrnehmen zu können.
Das Ergebnis:
ab -n50 -c2 -dS http://portal.firma.de/node/111

Connection Times (ms)
min avg max
Connect: 49 105 302
Processing: 11182 12339 16441
Total: 11231 12444 16743

Frustrierend!
Ich hatte als nächstes den verdacht, dass der Apache (2.0.18) mit der
Multifunktionalität zu kämpfen hat und nicht gleichzeitig ein guter PHP- und
Servlet-Host sein kann. Außerdem wollte ich mal lighttpd und
FastCGI testen, weil das bei vielen Performance-Reports als Alternative
genannt wird (unabhängig von einander). So hatte ich lighttpd+FastCGI
auf Port 81 installiert und auf die identische Code-Basis losgeschickt. Der
Benchmark ergab: Keine Verbesserung.
Nun, nach ein paar weiteren Bedenk-Tagen bin ich zu der festen Überzeugung
gekommen, dass das Problem im Drupal zu finden war. So habe ich nach weiterem Literaturstudium hatte ich dann
den entscheidenden Tipp gefunden:
http://civicactions.com/blog/2009/feb/10/profiling_drupal.
So kopierte ich die gesamte Drupal-Installation auf mein Notebook (zur
Vereinfachung der ganzen Sache), installierte “xdebug“http://www.xdebug.org/,
aktivierte das Generieren von
Profiling-Informationen und installierte kcachegrind (KDE, Linux). Und ziemlich
schnell war klar, dass der Performance-Engpass durch das Modul og_content_type_admin
verursacht wurde, welches in hook_init jedes mal die
Funktion “menu_router_rebuild” aufruft. Als ich diesen Aufruf testweise
auskommentierte, hatte ich kein Performance-Problem mehr!
Ein nochmaliger Benchmark lieferte überzeugende Ergebnisse:
# ab -n50 -c2 -dS http://portal.firma.de/node/111

Connection Times (ms)
min avg max
Connect: 90 105 148
Processing: 1279 1470 2139
Total: 1369 1575 2287

Mit 1,5 Sekunden Seiten-Ladezeit kann ich sehr gut leben 🙂
Das Problem ist den Entwicklern übrigens
bekannt, allerdings ist das Ticket geschlossen und die vorgeschlagene Lösung
hat bei mir keine Verbesserung gebracht. So habe ich mich von der Funktionalität
leichten Herzens getrennt.
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Brauche ich einen Lektor?

Wozu überhaupt einen Lektor, mag sich manch angehender Autor fragen. Und die Frage stellt er auch völlig zu Recht.
Es gibt eigentlich kaum einen Fall, in dem man jemandem, der literarische Texte schreibt, zu einem Lektor raten könnte, den er selbst beauftragen und bezahlen müsste.
Zunächst sollte Voraussetzung sein, dass man sein Werk überhaupt veröffentlichen möchte. Wer aus fester Ãœberzeugung nur für sich selbst schreibt, braucht niemandem, der das Geschriebene für viel Geld für andere lesbarer macht (obwohl der Verdacht nicht ganz auszuräumen ist, dass auch ein solcher Schreiber eine Veröffentlichungsmöglichkeit nicht ausschlagen würde). Auch wer wenigstens Familie, Freunde und Bekannte als eine zusätzliche Zielgruppe erwägt, sollte zumindest lange darüber nachdenken, ob sich dafür die Ausgaben lohnen.

Gehen wir also von einem der vielen Autoren aus, die sich in den Kopf gesetzt haben, ihr fertiges Werk von einem Verlag verlegen zu lassen. Die könnten doch vielleicht einen Lektor gut gebrauchen. Richtig. Und zwar alle durch die Bank weg! Egal, ob sie an ihrem allerersten Roman sitzen oder sich erst mit ihrem siebten Werk an die Öffentlichkeit trauen wollen, ob sie Gedichte, Kurzgeschichten oder Drehbücher schreiben. Leider wird nur ein relativ geringer Teil dieser Autoren je erreichen, dass sich ein Lektor intensiv mit ihren Texten auseinandersetzt.Denn auf dem normalen Weg zur Veröffentlichung liegt die Hürde des Verlags- oder Agentuvertrags vor dem Lektorat, das dann von Verlag oder Agentur in Auftrag gegeben und bezahlt wird. Der Autor braucht sich darum also nicht selbst zu kümmern.

Bleiben die Fälle, die mit ihrem Manuskript keinen Verlag, wohlgemerkt keinen seriösen, und ebensowenig eine (ebenfalls seriöse) Agentur überzeugen können. Bliebe denen nicht die Möglichkeit, ihr Manuskript mit Hilfe eines Lektors "verlagsreif" zu machen? Ja und nein.
Wer langfristig ernsthaft veröffentlichen will, dem sollte es nicht genügen, das eine Manuskript irgendwie noch unterzubringen. Er sollte den Anspruch entwickeln, aus eigener Kraft, zumindest aber ohne zu bezahlende Dienstleister Manuskripte herstellen zu können, die Verlage oder Agenturen überzeugen können. Dazu gilt es am grundsätzlichen Schreibhandwerk zu arbeiten. Nicht zuletzt, weil niemand gern in eine Eintagsfliege investiert.
Dienlich wäre hier also weniger das Ziel, jemanden zu finden, der um des Manuskriptes Willen Hilfe leistet, sondern jemanden, der helfen kann, das Schreiben an sich zu verbessern. Derartige Hilfe braucht mehr Zeit, ist aber nachhaltiger. Zu finden ist sie in Schreibratgebern, Schreibkursen, Schreibforen und natürlich, indem man anderen Autoren lesend über die Schulter schaut. Wer es sich in diesem Sinne leisten kann und will, dem sei dann gesagt, dass man von einem ordentlichen Lektorat eine ganze Menge lernen kann.

Und dann sind da natürlich noch die immer rasanter wachsenden Möglichkeiten, sein Manuskript auch außerhalb des klassischen Literaturbetriebs zu veröffentlichen, sei es im Eigenverlag, über Dienstleister oder auf entsprechenden Literaturplattformen im Internet.
Was man im Einzelnen von diesen Möglichkeiten halten soll, soll hier und heute nicht Thema sein. Nur so viel:
1. In der Regel sind diese Möglichkeiten weder sehr erfolversprechend noch echte Alternativen zum klassischen Publikumsverlag. Und sie sind auch nur in den seltensten Fällen als vielversprechender Umweg dorthin anzusehen.
2. Hände weg von angeblichen Verlagen (sog. Druckkostenzuschussverlage, DKZV), die vom Autor eine Beteiligung an den Kosten der Veröffentlichung fordern (was viele inzwischen auf verschleierten Wegen tun). Es ist in Ordnung, wenn ein Dienstleister sich seine (unverschleierte) Dienstleistung bezahlen lässt. Ein Verlag, der sich vom Autor letztlich oft ein Vielfaches der erbrachten Veröffentlichungsleistung bezahlen lässt, verdient am Autor, nicht am Verkauf von Büchern. Also, vorher sehr genau informieren, z.B. hier.

Jedenfalls ist bei derartigen "Alternativveröffentlichungen" natürlich der Lektor nicht mit inbegriffen. Was den Text nicht veröffentlichungsreifer macht. Und den Leser nicht unbedingt unkritischer.
Heißt also: Im Allgemeinen würde ich gar nicht erst zu einer solchen Veröffentlichung raten, sofern man wirklich Öffentlichkeit zum Ziel hat. In Einzelfällen mag das durchaus anders sein.
Hat man sich aber dafür entschieden, sollte man sich bewusst machen, dass auch die Texte erfolgreicher Autoren nicht nur so zum Spaß ein Lektorat passieren müssen, und darüber nachdenken, ob man seinem Text auf dem Weg zur ohnehin selbstfinanzierten Veröffentlichung nicht noch ein Lektorat spendieren kann. Der Leser wird es danken.

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Analytics und Adsense – wann kommt es denn

Google hatte vor inzwischen einer ganzen Weile, nämlich im Oktober 2008 angekündigt, dass man seinen Adsense-Account mit Analytics verbinden könne. Tja, und das war’s dann erstmal. Bei mir kam lange lange nichts und…

Zum weiterlesen einfach auf… Weiterlesen

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