Der Schmucksittich besticht nicht nur durch seine natürliche Farbenpracht (wildfarbend), sondern auch durch verschiedene Mutationen, die zu einer bemerkenswerten Vielfalt an Mutationen geführt haben. Zu den bekanntesten Mutationen gehören der gelbgescheckte, der pastellgrüne, der Zimt und der Lutino.
Gelbgescheckt: Eine dominante Mutation
Der gelbgescheckte Schmucksittich ist eine besonders interessante Mutation, da sie dominant vererbt wird. Das bedeutet, dass bereits ein Elternteil mit dieser Mutation ausreicht, um gescheckte Nachkommen zu zeugen. Bei einer Verpaarung eines gelbgescheckten Vogels mit einem wildfarbenen Schmucksittich werden daher immer gescheckte Jungtiere schlüpfen. Eine Spalterbigkeit, bei der ein Vogel das Gen für die Scheckung trägt, es aber nicht phänotypisch (im Aussehen) zeigt, existiert bei dieser Mutation nicht. Der gelbgescheckte Farbschlag ist derzeit noch relativ selten anzutreffen.
Pastellgrün und Zimt: Seltene rezessive Mutationen
Sowohl die pastellgrüne als auch die Zimt-Mutation sind derzeit noch sehr selten vertreten. Im Gegensatz zur dominanten Vererbung der Scheckung werden diese beiden Mutationen rezessiv vererbt.
- Pastellgrün: Die Vererbung erfolgt autosomal rezessiv. Das bedeutet, dass beide Elternteile das Gen für Pastellgrün tragen müssen, damit die Nachkommen diesen Farbschlag aufweisen. Trägt nur ein Elternteil das Gen, sind die Jungtiere spalterbig, zeigen die Mutation aber nicht.
- Zimt: Bei der Zimt-Mutation handelt es sich um eine geschlechtsgebunden rezessive Vererbung. Hier spielt das Geschlecht der Elterntiere eine entscheidende Rolle für das Erscheinungsbild der Nachkommen.
Lutino: Gelb mit roten Augen
Der Lutino ist im Vergleich zu den anderen genannten Mutationen schon länger bekannt. Er zeichnet sich durch ein reines Gelb im Gefieder, rote Augen und weiße Federn an den Stellen aus, an denen der wildfarbene Schmucksittich Blau aufweist, aus. Eine Besonderheit des Lutino-Schmucksittichs ist seine Vererbung: Im Gegensatz zu den meisten Lutino-Formen bei anderen Vogelarten, die geschlechtsgebunden vererbt werden, erfolgt die Vererbung autosomal rezessiv. Das bedeutet, dass sowohl Männchen als auch Weibchen spalterbig für Lutino sein können. Auch hier müssen wieder beide Elternteile das Gen tragen, damit Nachkommen im Lutino-Farbschlag schlüpfen.